TRADITION MIT HERZ
AM HANSENHOF
Hansenhof in Fieberbrunn
Der Hansenhof im Ortsteil Reith, Fieberbrunn in Tirol, blickt auf eine beeindruckende Geschichte zurück. Bereits im Jahr 1464 wurde der Hof erstmals urkundlich erwähnt. 1502 taucht der Name „Hanns im reyt“ in den Dokumenten auf – der Ursprung des heutigen Hofnamens „Hansenhof“ oder „Hansinger“.
Seit 1680 trägt der Hof den Familiennamen Schwaiger. Heute führt Stefan Schwaiger den traditionsreichen Erbhof in der 11. Generation. Die 12. Generation ist mit Tochter Stefanie bereits am Hof aktiv, und die im August 2025 geborenen Zwillinge Benedikt und Ferdinand sichern als 13. Generation den Fortbestand der Hofgeschichte.
1938 wurde dem Hansenhof die Erbhofwürde verliehen – ein Titel, der bis heute ununterbrochen Bestand hat. Über die Jahrhunderte prägten Stürme, Umbauten und Modernisierungen das Hofbild: In den 1960er Jahren entstanden Stall und Scheune neu, ein heftiges Gewitter im Jahr 1981 riss das Hausdach ab, und in den 1980er Jahren wurde das Bauernhaus komplett saniert.
Der Hansenhof heute
Geschichte bewahren und Zukunft gestalten
Der Hansenhof bewirtschaftet 60 Hektar Land – je 20 ha Wiesen, Wald und Alm – und wird seit über 25 Jahren als Bio-Bauernhof geführt. Hauptstandbein ist die Milchwirtschaft, ergänzt durch Forstwirtschaft und Fleischerzeugung. Im Sommer verbringen die Milchkühe den Almsommer auf der hofeigenen Alm. Rund 32 Rinder, 2 Ziegen, 3 Katzen und ein Hund leben am Hansenhof. Das Futter für die Tiere stammt ausschließlich von eigenen Flächen – als hochwertiges Heu und Grassilage, gelagert in Hochsilos in der Scheune.
Tradition Almabtrieb
in Fieberbrunn
Ein Höhepunkt im Jahreslauf ist der Almabtrieb. Meist am ersten Samstag im Oktober kehren die festlich geschmückten Kühe ins Tal zurück – das sogenannte „Aufbüschn“ findet nur bei schönem Wetter statt und wenn Mensch und Tier gesund aus dem Almsommer zurückkommen. Für Gäste und Einheimische ist dieser Tag ein echtes Tiroler Brauchtumserlebnis.
Der Hansenhof in Fieberbrunn steht für gelebte Tradition, nachhaltige Landwirtschaft und eine tiefe Verbundenheit mit der Tiroler Bergwelt – seit über 550 Jahren.